Donnerstag, 09.05.2013 Stubenmusik #6 – Enno Bunger

ennobunger_foto_solo_webEin Song hat gereicht um Enno Bunger nachhaltig in unseren Bann zu ziehen. Dieser Song kann Deinen Tag verändern: BLOCKADEN

Nach dem Ende der Abschlusstournee seiner Band und einer Tour mit TV Noir mit Me And My Drummer konnten wir Enno für einen intimen Gig in der STUBENMUSIK gewinnen. Karten erhaltet Ihr hier.

Enno Bunger ist eine deutsche Band, Enno Bunger ist deren Frontmann, der nach
erfolgreichen weit über 100 Auftritten deutschlandweit und bei Inas Nacht und tv
NOIR beschloss, die Band aufzulösen. Schon verwunderlich, wenn man sich die
Erfolgsliste der Band anschaut: Einen entscheidenden Karriereschub erlebt das
Trio gleich im Mai 2007 mit dem Sieg beim Band Battle des Radiosenders N-JOY. Hier überzeugt man sowohl Voting-Publikum als auch Fachjury und spielt im Juni als Belohnung vor 10.000 Zuschauern auf dem Expo-Plaza in Hannover. Aber Bungers Entschluss steht: Nach der überaus erfolgreichen Abschlusstournee, die die Band auch nach Frankfurt führte, macht Bunger nun solo weiter.

„Trotz Ausbildung zum Organisten geht es bei ENNO BUNGER nicht um klassische Musik im ursprünglichen Sinne – er erzeugt einen Sound, der opulente Klangkonstruktionen zu himmlischen Pop verarbeitet und dabei irgendwo zwischen schwermütiger Melancholie und Hoffnung schwebt. Auf dem viel gelobten Konzeptalbum „Wir sind vorbei“ verarbeitet er die Phasen einer Trennung künstlerisch: sanftmütige Klavierballaden treffen auf rauen Indie-Einschlag und tiefgründige Texte. Freigeistig bewegt sich dieses Album in einem popmusikalischen Spektrum, das mal an Arcade Fire, mal an Element Of Crime oder Radiohead erinnert, und dennoch immer nach Enno Bunger klingt. Schriftsteller Oliver Uschmann schrieb: „Obwohl dieses Album ein Thema behandelt, war es selten so richtig, von Gefühlswelten zu sprechen. So abwechslungsreich und einnehmend hat selten jemand das Ende einer Beziehung vertont.“ Seit 2007 ist der 26-jährige Wahlhamburger unterwegs, um, wie er sagt, „sich selbst langsam und nachhaltig zu verwirklichen.“ Dazu tragen bei: zwei veröffentlichte Studioalben, über 250 gespielte Konzerte – 100 davon alleine im Jahr 2012 – in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Begegnungen auf der Bühne mit Travis, Jamie Cullum oder Gisbert zu Knyphausen, und, nicht zuletzt auch die TV Noir Konzerte mit Me And My Drummer in nahezu gänzlich ausverkauften Häusern. Bevor ab Juli / August eine kreative Schaffensphase und der wohlverdiente Amerikaurlaub anstehen, werden noch einige wenige ausgesuchte Konzerte und Festivals (Maifeld Derby, Husum Harbour, Acoustic Lakeside) gespielt.

Der Singer/Songwriter wird verlassen und tritt in die Fußstapfen von Kante. Es ist sehr viel Ich auf Enno Bungers neuem Album: „Ich will mich verlier’n“, singt er, „ich geh durch alle off’nen Türen“, „ich möchte noch bleiben“, „ich bin allein, ein Astronaut“, „ich schreibe Abschiedszeilen aufs Papier“, und „ich verliere den Verstand“. Wie es sich eben gehört für einen der Schmerzensmänner, die neuerdings überall wie die Pilze aus dem Boden schießen. Und erst recht nach dem Ende einer Beziehung, die der gebürtige Friese aufWir sind vorbeizu verarbeiten versucht. Trotzdem ist dieses Album sehr viel weniger rührselig als das zwei Jahre alte Debüt, sehr viel weniger belanglos und eben sehr viel besser. Auch weil Bungers Klavier nicht mehr vor sich hin träumt, sondern einen stakkatohaften, ungeduldigen, mitunter auch von einem elektronischen Flattern unterlegten Rhythmus vorgibt, der bisweilen einen solch mitreißenden Groove entwickelt, dass er sogar an die großartigen Kollegen von Kante erinnert.“

( 4,5 von 5 Sterne, Musikexpress)

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