Freitag, 19.04.2013 Stubenmusik #5 – Wolfgang Müller (solo)

wm_fressmann_presse1Wolfgang Müller ist ein Liedermacher im besten Sinne. Er kann wunderbar (Akkustik-) Gitarre spielen und singt dazu seine Lieder. Seine Texte bestehen aus klugen erwachsenen Gedanken. Davon gibt es hierzulande nicht so viele. Nicht umsonst hat das schöne webmag roteraupe.de dies geschrieben: „Wolfgang Müller hat sich ohne großes Getöse den Ruf erspielt, einer der fähigsten Songschreiber dieses Landes zu sein“. Nicht mehr und nicht weniger.

War Wolfgang Müller die letzten Jahre noch eher ein Geheimtipp, hat sich Dank Auftritten bei Inas Nacht und TV Noir mittlerweile herumgesprochen, dass es sich lohnt den leisen, unaufgeregten Songs des 37 Jahre alten Wahlhamburgers Gehör zu schenken. Im Gegensatz zu den letzten beiden Alben, bei denen es hauptsächlich um das Suchen und Finden von Liebe und Sinn ging, stellt „Über die Unruhe“ einen Kontrapunkt dar und wirft alles bisher Erdachte wieder über den Haufen. Elf Songs wie elf Steine, die fliegen, rollen, fallen, weh tun und in kein Regal passen. Es ist kein seelenstreichelnder Pop der da zu hören ist, aber auf eine seltsame Art und Weise spendet dieser Scherbenhaufen aus Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten trotzdem Trost und Zuversicht.

Musikalisch hat Wolfgang Müller die Pfade des chansonhaften ein wenig verlassen und liebäugelt eher mit Folk und klassischem Songwriting. Spartanisch instrumentiert sind seine Alben, in der Weinstube wird er solo mit Akkustikgittare auftreten. Müllers virtuoses Gitarrenspiel lässt viel Raum in die poetischen und trotzdem kratzigen Texte einzutauchen.

Tickets gibt es an der OF Stadtinfo oder unter adticket.de.

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